«
»

 

UWG Ochsenfurt besucht TECOSOL

Die Ochsenfurter UWG hat am 28.01.2014 die Biodiesel-Anlage der Tecosol GmbH besucht. Hier die Pressemitteilung:

Diesel aus Frittenfett

Innovativ, zukunftsorientiert und ökologisch! Wenn diese Begriffe auf ein Unternehmen zutreffen, dann muss auf jeden Fall TECOSOL in Ochsenfurt genannt werden.

Geschäftsführer Michael Lendl zeigte bei einem Rundgang durch den Firmenstandort auf dem Betriebsgelände der Südzucker Ochsenfurt dem UWG-Bürgermeisterkandidat Peter Juks, Mandatsträger und Kandidatinnen und Kandidaten der UWG was sich in einer ehemaligen Maschinenhalle entwickelt hat.

Hervorgegangen ist diese Biofuel-Anlage aus der ehemaligen Campa AG. Die Biodiesel-Marke „Campa-Biodiesel“ erinnert noch an diese Zeit. In der Diskussion um erneuerbare Energie gehören die Produkte von TECOSOL zu den interessantesten die auf dem Markt sind. Neben Biodiesel stehen Kraftstoffe für Motoren, Blockheizkraftwerke  und Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen auf der Produktpalette. Das Produkt „flüssige organische Energie LOE“ für den Einsatz in Blockheizkraftwerken wurde als Marke beim Patent- und Markenamt der Bundesrepublik Deutschland eingetragen. Weitere Produkte sind Glycerine verschiedener Qualitäten, sowie als wertvolle Nebenprodukte pflanzliche Fettsäuren und der Pflanzendünger Kaliumsulfat.

Für den Laien ist jedoch das Ausgangsprodukt überraschend. Ein wesentlicher Teil der Rohstoffe sind Rest- bzw. Abfallstoffe. “Die gesamte Palette reicht vom rohen Glycerin unterschiedlichster Qualität über Altspeiseöle und –fette bis hin zu Pflanzenölen oder öl- und seifenhaltige Substanzen aus der Pflanzenöl verarbeitenden Industrie“, ist im Informationsmaterial zu lesen. In chemischen Prozessen werden diese scheinbar wertlosen Rohstoffe zu unterschiedlichen Produkten. „Wir verarbeiten keine Lebensmittel“, versicherte Werksleiter Dr. Heiko Kalpen. Geruchsbelästigung der Anwohner ist ausgeschlossen, der Fertigungsprozess ist ein geschlossenes System.

Ein interessantes Projekt stellte Geschäftsführer Michael Lendl den Kommunalpolitikern vor. Das in jedem Haushalt, in jedem Restaurant anfallende Altfett könnte über ein Entsorgungssystem, z.B. ähnlich der Altpapierverwertung, einer Aufbereitung und damit einer Wiederverwertung zugeführt werden. Damit würden gleich mehrere Probleme gelöst. Wertvolle Rohstoffe werden nicht einfach vernichtet, sondern nachhaltig und ökologisch weiter verwendet, Fette und Öle- z.B. aus den Friteusen- landen nicht im Abfluss und verkleben erkaltet das Rohrsystem in den Städten und Dörfern, das dann für viel Geld gereinigt werden muss. „Das in einigen bayerischen Gemeinden erfolgreich praktizierte System wäre mit Sicherheit auch ein Projekt für Ochsenfurt“, so Peter Juks. Er versprach sich in absehbarer Zeit noch einmal mit dem dafür zuständigen Contract Manager Thomas Langmandel zu einem Informationsgespräch zu treffen.

Bei einem Rundgang durch Fertigung und Labor erklärten Werksleiter Dr. Heiko Kalpen und Laborleiter Herr Auerbach auch für die Laien verständlich die Produktionsabläufe bei TECOSOL.

 

Wir danken der Ochsenfurter UWG für Ihr Interesse an unserem Unternehmen!